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Innsbruck 2011

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Motoclub-Reise nach Innsbruck vom 2.-4. September 2011

Am 2. September 2011 war es endlich wieder soweit - der Motoclub Oberfreiamt trat seine Reise an. Pünktlich (fast alle) wie immer versammelte sich eine muntere Truppe von  45 Reisenden zwischen 25 und 85 Jahren bereits vor 6.30 Uhr auf dem Parkplatz  bei der Bachtalmühle in Sins. Welche Freude kam auf, als wir in den fast noch fabrikneuen Car der Firma Galliker einsteigen durften. Hatten wir in der Vergangenheit doch mit dem einen oder anderen üblen Gefährt zu tun. Nach einem kurzen Kaffeehalt  im Glarnerland (mit Regen)  ging die Fahrt weiter nach Schaan, wo wir durch viel Vitamin B die Firma Hilti besichtigten. Wir wurden herzlich begrüsst und schauten uns erst einen kurzen Film an, welche uns die Loyalität der weltweit rund 20  ?000 Mitarbeiter vor Augen führte. Danach wurden wir in zwei Gruppen durch einzelne Teile der Produktionen geführt. Leider konnte beim abschliessenden Glückspiel niemand von uns die Bohrmaschine nach Hause nehmen.
Das Wetter wurde immer besser und wohl zum ersten und auch einzigen Mal auf der ganzen Reise waren wir mit knurrenden Mägen zum Mittagessen unterwegs. Im Restaurant Mohren in Rankweil, in einem alten Schopf, angelegt in einem idyllischen Garten, mitten  in freilaufenden Hühnern und Enten, genossen wir ein wunderbares Buffet. Ein Leiterwagen voll mit diversen Salaten, einer mit verschiedenem Fleisch, Kartoffeln und Gemüse und einer mit Strudelvariationen und hausgemachter Glace. Uebervoll fuhren  wir weiter. Bald darauf musste der Chauffeur (und auch wir) merken, dass wohl auch ein neues Gefährt seine Probleme haben kann. Nach kurzer Rückfrage mit dem Mercedes-Werk wurde der Rauchmelder im WC ausgebaut, aber das rote Lämpli blieb. Bei  wunderbarem Wetter genossen wir die Fahrt über den Arlberg und nachdem das Kassettli in die dritte Runde überging, kannte bald auch der Letzte den Text auswendig und konnte mitsingen.
Mit Verspätung kamen wir in Innsbruck an. Innsbruck ist die Landeshauptstadt Tirols und mit 120‘000 Einwohnern die fünftgrösste Stadt Oesterreichs.
Kaum hatten alle die Zimmerschlüssel erhalten, machten sich die ersten bereits auf zum kühlen Blonden. Unser Hotel lag unmittelbar bei der Fussgängerzone. Und so hatten beinahe alle das „Goldene Dacherl" bereits vor dem Abendessen bewundern  können. Nach dem Abendessen, welches direkt im Hotel eingenommen wurde, stürzten sich die meisten noch ins Innsbrucker Nachtleben. Es war herrlich, den lauen Abend in einem dieser vielen kleinen Strassenkaffees in der Innsbrucker Altstadt zu verbringen.  Leider nur darf nach dem 1. September ab 22.00 Uhr in der Altstadt nicht mehr im Freien bedient werden.
Pünktlich wie immer versammelten wir uns am nächsten Morgen um 9.30 Uhr vor dem Hotel und warteten auf unseren Car. Mit Verspätung fuhr Martin vor und erklärte uns, er habe erst die Wegfahrsperre nicht lösen können.  Wir (allen voran  der Chauffeur) hofften, dass dies die letzte Panne mit diesem nagelneuen Car sei (und das war es auch).
Nach kurzer Fahrt machten wir Halt bei der Glockengiesserei Grassmayr, welche seit 1599 Glocken herstellt. Aufgeteilt in Gruppen durften wir viel Interessantes über die Glockenkunst hören und sehen. Das Fachwissen der Glockengießer Grassmayr  und das Geheimnis ihrer Glockenberechnungen werden seit über 4 Jahrhunderten sorgfältig gehütet, durch Forschungen laufend erweitert und immer wieder vom Vater auf den Sohn vererbt – als eine Tradition, die über 14 Generationen erhalten  blieb. Sehr eindrücklich war die alte Brennerei, welche noch bis vor 15 Jahren in Betrieb war. Auch sehr überrascht waren wir von den Schallwellen, welche wir mit dem Finger spüren konnten. Sie wurden durch einen Schlag auf eine  umgekehrte und  mit Wasser gefüllte Glocke erzeugt.
Nach der Besichtigung fuhren wir weiter nach Halle, wo wir ein wenig freie Zeit hatten, um das wunderschöne Städtchen zu besichtigen und vielleicht auch schon ein Gläschen Wein zu trinken. Pünktlich um 12.00 Uhr sollten wir uns im Restaurant  Geisterburg wieder treffen. Der Salat war bereits verteilt und doch fehlten auch nach dreifachem Zählen immer noch 3 Personen. Ein kleiner Suchtrupp schwärmte aus und das grosse Suchen ging los. Froh waren wir als wieder alle beisammen waren und  auch die Sucher wieder gefunden wurden - die Vermissten waren viel zu weit gelaufen.  Nach dem Mittagessen teilte sich die Gruppe. Die Wagemutigen wagten sich in Innsbruck-Igls auf die Sommerbobbahn, wo sie in Gruppen mit 4 Gästen und einem Piloten  mit ca. 100 km/h die vielen Kurven nahmen. Am Ende der Fahrt war jedem klar, wofür er am Anfang einen Helm bekommen hatte. Der andere Teil besichtigte das schöne Schloss Ambras, welches der im 16. Jahrhundert lebende Erzherzog Ferdinand II seiner  grossen Liebe und späteren Frau Philippina Welser schenkte. Wir staunten über den Spanischen Saal mit seiner wunderbaren Holzdecke und auch der Innenhof des Schlosses gab einiges zu Staunen, da der Anbau nicht symmetrisch war, wurden auf der Fassade  zum Teil Fenster aufgemalt um das Auge zu täuschen.
Wieder beisammen hatte jeder etwas zu berichten, was bereits wieder Durst gab. Da sich der Motoclub auch auf dieser Reise grosszügig sehr zeigte, war noch Geld auszugeben und es wurde Schinkenspeck und Wildsau gekauft, was das Portemonnaie hergab.  Nach dem Apéro begaben wir uns zum Nachtessen ins Restaurant Goldener Adler in die Innsbrucker Altstadt. Wir dinierten auf feinste Art und Weise. Auch wenn das Wasser nicht nur die Kehle runterrann. Ein Haus weiter schmelzten die Eiswürfel denn  auch nicht nur im Glas, sondern auch  in den Ausschnitten und wo auch immer.  
Und schon war wieder Sonntag und Zeit zum Aufbruch. Auf Zeit fuhr der Car vor und wir verstauten unsere Koffer. Im Car wurde auch gleich wieder die Kaffeemaschine in Betrieb genommen und das Kassettli eingelegt.
Wir fuhren Richtung Heimat. In Hochimst machten wir unsere Mittagsrast. Einige sorgten sich schon darum, ob der Car auch wirklich ganz nach oben kommt oder nicht, die Strasse war zu Beginn sehr eng und sehr steil. Vor dem Mittagessen wurde auf der mit  3.5 km längsten Rodelbahn der Welt noch einmal kräftig gerodelt (zum Teil auch gestaut) oder aber ein kleiner Spaziergang gemacht. Obwohl alle dachten, dass sie ja wirklich keinen Hunger hätten, wurde in den Tellern reichlich Ordnung geschaffen  und die hausgemachte Glace wurde auch nicht verschmäht. Nach dem obligaten Gruppenfoto verabschiedeten wir uns von Oesterreich und wie ein kleines Willkommen fing es kurz nach der Schweizer Grenze an zu regnen.
Müde, satt und mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck bedankten wir uns beim Carchauffeur für die angenehme Fahrt und beim Motoclubvorstand für eine weitere wunderbare Reise.

 
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